Nachhaltigkeit

Klimaschutz, Klimaneutralität, Nachhaltigkeit – Begriffe, die uns immer öfter begegnet. Aber was bedeutet das Überhaupt? Und was tun wir als Unternehmen dafür?

CO2 - Bilanz

Um unserer Verantwortung im Klimaschutz gerecht zu werden, haben wir in Zusammenarbeit mit ClimatePartner alle in einem Jahr anfallenden Emissionen erfasst, bewertet und in einer Klimabilanz zusammengetragen. Die größten Emissionen fallen durch unsere Kühlanlagen für die Lagerung der Kartoffeln und Zwiebeln an, gefolgt von den Emissionen unseres Fuhrparks.

Neben diesen Emissionsfaktoren spielen auch die Anfahrt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Papierverbrauch, Geschäftsreisen und andere Faktoren eine Rolle bei der Berechnung des CO2-Fußabdruckes. Insgesamt wurden so durch unsere Geschäftsaktivitäten in einem Jahr Emissionen in Höhe vom 875 t CO2 verursacht.

Mit den Ergebnissen der Klimabilanz können wir sehen, wo noch Verbesserungspotential besteht und wie wir unseren Geschäftsbetrieb noch nachhaltiger gestalten können. Die Emissionen, die wir nicht verhindern können, können durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Dabei ist es unerheblich, wo Emissionen auf der Erde verursacht oder vermieden werden, da Treibhausgase wie CO2 sich gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen.

Klimaschutzprojekte

Klimaschutzprojekte müssen natürlich Emissionen einsparen. Darüber hinaus müssen weitere vier grundlegende Kriterien erfüllt werden:

Zusätzlichkeit

Das Projekt muss auf Erlöse aus dem Emissionshandel zur Deckung des Finanzierungsbedarfs angewiesen sein. Projekte, die auch ohne diese Erlöse wirtschaftlich sind, können nicht für den Ausgleich von CO2-Emissionen genutzt werden.

Ausschluss von Doppelzählungen

Es muss garantiert werden, dass die eingesparten CO2-Emissionen nur einmalig für den Ausgleich von CO2-Emissionen genutzt und die entsprechenden Zertifikate stillgelegt werden.

Dauerhaftigkeit

Die Emissionseinsparungen müssen dauerhaft erfolgen. Eine Waldfläche, die nach wenigen Jahren durch Brandrodung wieder verwandelt wird, darf nicht als Klimaschutzprojekt anerkannt werden.

Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Dritte

Unabhängige Dritte müssen die Projekte regelmäßig auf die Einhaltung der jeweiligen Standards überwachen und das tatsächlich eingesparte CO2 rückwirkend feststellen.

Wir handeln klimaneutral

Mit dem Ausgleich unserer Unternehmensemissionen bekennen wir uns zum Klimaschutz und unterstreichen unser Nachhaltigkeitsengagement. Das Label „klimaneutral“ sowie unsere Urkunde mit ID-Nummer gewährleisten dabei Transparenz: Sie können den Ausgleich der CO2-Emissionen über die ID nachvollziehen und erhalten Informationen zum Klimaschutzprojekt.

Label für unsere Klimaneutralität

Bei der Auswahl der Klimaschutzprojekte haben wir neben dem Faktor Umweltschutz besonderen Wert daraufgelegt, dass auch die Menschen einen Mehrwert von dem Projekt haben. So helfen wir nicht nur der Umwelt, sondern auch den Bewohnern vor Ort.

Familie sitzt um den Trinkwasserfilter und trinkt sauberes Wasser

Sauberes Trinkwasser in Kambodscha

Ein Viertel der Menschen in Kambodscha haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Um Wasser dort genießbar zu machen, muss es über offener Flamme abgekocht werden. Die eingeatmeten Rauchgase führen zu Atemwegs-, Herz- und Augenkrankheiten und sind außerdem schädlich für das Klima.

Das Projekt hat das Ziel, 1,7 Millionen Menschen in 312.000 Haushalten mit Keramik-Wasserfiltern zu versorgen.

Ein Wasserfilter kann eine fünfköpfige Familie mit Wasser versorgen und macht das Abkochen mit Holz oder Kohle überflüssig.  So können jährlich 138.000 t CO2 eingespart werden.

Meeresschutz, Plastic Bank

Gerade in Entwicklungsländern gelangen durch die fehlende Infrastruktur zum Entsorgen große Mengen an Plastikmüll über Flüsse in die Meere. Jährlich sind es weltweit über 8 Millionen Tonnen Plastikmüll, die in unseren Weltmeeren landen. Wenn daran nichts geändert wird, gibt es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean.

Geld gegen Plastik – das ist die Idee hinter dem Projekt. In Haiti, Indonesien und auf den Philippinen können Müllsammler Plastik in den lokalen Sammelstellen der Plastic Bank gegen Geld, Lebensmittel, Trinkwasser und andere Dinge eintauschen. Der eingetauschte Gegenwert ist dabei höher als der Marktwert des Plastiks, damit die Leute vor Ort wirklich davon leben können. Pro Tonne CO2 werden 10 kg Plastikmüll kompensiert.

Diese Projekte schützen die Umwelt und helfen den Menschen vor Ort. Deshalb sind sie auch mit dem Gold Standard zertifiziert, einem der höchsten Standards für Klimaschutzprojekte. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Projekten finden Sie hier

Plastikmüll schwimmt auf einem Fluss, mehrere kleine Boote fahren durch
Viele Menschen stehen vor einer Annahmestelle für gesammelten Plastikmüll