Verarbeitung

 Aussaat

Bei Speisezwiebeln unterscheiden wir zwischen Winterzwiebeln (Zeitpunkt der Aussaat im September) und Sommerzwiebeln (Zeitpunkt der Aussaat im März/April). Wir vertreiben die Sorte Panther als Winterzwiebeln und die Sorten Summit, Arenal und Drago als Sommerzwiebeln. Die Winterzwiebeln vermarkten wir in den Monaten Juli und August. Diese Zwiebeln sind für eine lange Lagerung nicht geeignet. Für die Langzeitlagerung bis Ende April des kommenden Jahres haben wir mit den mittelfrühen Sorten der Sommerzwiebeln sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Diese Sorten zeichnen sich durch eine gleichmäßige und frühe Abreife aus. Bei optimalen Erntebedingungen (ohne den Einfluss von Niederschlägen) zeigen sich diese Sorten in einer hellbraunen ansprechenden Farbe.

Auf den Bildern ist zu sehen, wie die Drillmaschine (Sähmaschine) die Zwiebelsaat in der Erde ablegt. Hierzu werden zunächst kleine Furchen in den Boden gezogen. Danach wird die Saat abgelegt und hinterher mit Erde bedeckt.

Pflanzenschutz

Ab etwa Ende April fangen die Pflanzenschutzmaßnahmen an. Zunächst wird bis Mitte/Ende Mai gegen Unkraut gespritzt. Danach werden bis kurz vor der Ernte hauptsächlich Mittel gegen Pilze eingesetzt.

 Rodung

Die Maschine trennt durch schnell kreisende Messer das Kraut von der Zwiebel.
Im gleichem Arbeitsgang "gräbt" der Zwiebelroder die einzelnen Zwiebelreihen aus und trennt sie durch rütteln des Förderbandes von der Erde. Dann legt diese Maschine die grob gesäuberten Zwiebeln in einer Reihe (Schwatt) auf dem Acker ab.
Nachdem die Zwiebeln kurze Zeit im Schwatt abgetrocknet sind, werden sie mit Hilfe eines Kartoffelroders aufgenommen. Auf dem Roder werden grobe Verunreinigungen wie Steine und Erdkluten per Hand ausgesammelt.

 

 Anlieferung

Vor der Einlagerung werden die Transportfahrzeuge mit den Zwiebeln verwogen.

Danach werden die Anhänger seitlich gekippt und die Zwiebeln gelangen über Transport- und Reinigungsbänder in die Lagerhallen. Bei diesem Vorgang wird von einem Prüfer der Landwirtschaftskammer Hannover ein Eingangsgutachten erstellt. Dieses Gutachten ist zum einen Grundlage für die Abrechnung mit den Landwirten und zum anderen dient es zur Beurteilung in welches Lager die Zwiebeln kommen.

 Lagerung

Gelagert werden die Zwiebeln in einem ca. vier Meter hohen Stapel in einem so genannten Flächenlager. Sofort nach dem Einlagern werden sie mit Hilfe einer Unterflurbelüftung mit ausreichend Luft zur Trocknung versorgt. In den ersten Tagen wird die Trocknungsluft mit Hilfe von Ölbrenner erwärmt, damit der Vorgang der Trocknung möglichst schnell abgewickelt werden kann. Das ist für die spätere Qualität ein sehr wichtiger Prozess. Wenn die Zwiebeln trocken sind werden sie gekühlt bei ca. ein bis zwei C° gelagert.

8_180_01