Kartoffel

Den Großteil unserer Speisefrüh- und Speisekartoffeln beziehen wir aus dem regionalen Anbau. Die von uns benötigte Menge stimmen wir mit der vor Ort produzierten Landwirtschaft in Bezug auf Sortenwahl und Reifezeit genau ab.

Der Bedarf von Speisefrühkartoffeln in den Monaten Mai bis Juni wird überwiegend durch Importe aus Spanien und Israel gedeckt.

Schon im Juni beginnt die Vermarktung von deutschen Speisefrühkartoffeln aus unserer Region. Ab August werden Speisekartoffeln gehandelt, welche auch aus dem hiesigen Anbau stammen. Sie werden bei uns direkt vermarktet, aber auch unter besten Bedingungen eingelagert, sodass wir unseren Bedarf bis in die Monate Mai/Juni des kommenden Jahres aus dem regionalen Anbau decken können.

Verarbeitung

Aussaat

In der Zeit vom März bis April wird zertifiziertes Saatgut gepflanzt. Hierzu werden zunächst Furchen in den Boden gezogen, in der die Kartoffeln abgelegt werden. Im Anschluss werden die Reihen angehäufelt.

 

Pflanzenschutz

Ab Ende April fangen die Pflanzenschutzmaßnahmen an. Zu Beginn der Pflanzenentwicklung werden hauptsächlich Mittel gegen Konkurrenzpflanzen ausgebracht. Bis kurz vor der Ernte werden dann Maßnahmen gegen verschiedene Krankheiten und Schädlinge ergriffen. Dabei wird stets darauf geachtet, nicht mehr Maßnahmen als nötig durchzuführen, um einen effizienten und umweltbewussten Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zu gewährleisten.

 

Düngung

Die konkrete Düngung der Kartoffel hängt von ihrer Verwertungsrichtung ab. Im Allgemeinen stellt die Pflanze aber hohe Ansprüche an die Nährstoffversorgung, da sie ein nicht so gut ausgebildetes Wurzelsystem wie andere Kulturpflanzen hat. Dadurch ist sie stärker auf das Wasser- und Nährstoffangebot im oberen Bodenbereich angewiesen. Ein Unterversorgung von Nährstoffen wirkt sich sowohl auf den Ertrag und die Qualität als auch auf die Lagerfähigkeit aus. Deshalb ist eine bedarfsgerechte Düngung von Phosphat, Kalium, Magnesium und Schwefel besonders wichtig.

 

Rodung

Schon ab Mitte Juni werden die ersten frühreifen Kartoffelsorten, die auch unter Folie oder Fließ wachsen, gerodet. Zur Lagerung eignen sich aber nur die sogenannten Spätkartoffeln, die ab Anfang September geerntet werden.

Der Kartoffelroder nimmt über eine Aufnahme die Kartoffeln aus dem Boden, siebt die Erde ab und entfernt das Kraut. Auf der Maschine erfolgt dann die erste Sortierung per Hand. Dabei werden neben Steinen und Erdklumpen auch fehlerhafte Knollen herausgesammelt.

 

Anlieferung

Die Kartoffeln werden von den Landwirten auf Anhängern vom Feld direkt zu unserem Standort gebracht. Eine Zwischenlagerung bei den Landwirten erfolgt in der Regel nicht. Die Kartoffeln werden in eine große Wanne gekippt, und danach zum Einlagern sofort vollautomatisch in große Kisten gefüllt.

Frühkartoffeln dagegen werden nicht einlagert, sondern direkt von der Anlieferung in die Produktion befördert.

Schon während des Entladens der Kartoffeln werden Proben entnommen. Diese werden von einem externen Gutachter auf Beschädigungen, Krankheiten und weiteren Parameter untersucht.

 

Lagerung

Die Kisten mit den Kartoffeln werden in bis zu 8m hohen Stapeln in geschlossenen Kühlräumen gelagert. Die Lagerung erfolgt bei gleichbleibender Temperatur von 4-5°C und ohne den Einsatz von chemischen Keimhemmungsmitteln. Durch ein computergesteuertes Lagerungsmanagement wird die Kühlung intelligent gesteuert, sodass ein Großteil der selbst erzeugten Solarenergie genutzt werden kann.

Mit diesem System können wir die Kartoffeln problemlos über den gesamten Winter und das folgende Frühjahr bis in die Monate Mai/Juni lagern, um den Verbrauchern fast ganzjährig deutsche Kartoffeln anzubieten.


 

Reinigung

Die Reinigung der Ware umfasst mehrere Stufen. Zuerst werden Schwimmstoffe wie Krautreste oder hohle Kartoffeln und Steine herausgefiltert. Darauf folgt der eigentliche Waschprozess in einer großen Waschtrommel. Hartnäckige Verunreinigungen werden anschließend über eine Poliermaschine entfernt. Um den Frischwasserverbrauch zu minimieren, bereiten wir einen Teil des benutzten Wassers wieder auf..

 

Sortieren und Verpacken

Je nach Kundenwunsch werden die Kartoffeln mit einem mechanischen Siebsortierer nach Größen sortiert. Kartoffeln mit Beschädigungen und grünen Stellen werden daraufhin über eine optoelektronische Verleseeinheit automatisch aussortiert.

Nach einer kurzen Zwischenlagerung im gelüfteten und gekühlten Silobereich werden die Knollen verwogen, verpackt und die Packungen automatisch in Kisten gestapelt.

Die Auslieferung erfolgt nach dem Kommissionieren der Ware mit dem firmeneigenen Fuhrpark.